Plattform macht stark - Vier Fragen an Christian Futterlieb

Christian Futterlieb, Geschäftsführer VR Equitypartner

Christian Futterlieb
Christian Futterlieb

Private-Equity-Investoren, die mit klassischen Fonds arbeiten, haben wenig Zeit: Eingespannt in feste Laufzeiten, bleiben ihnen nur wenige Jahre für das Auffinden und den Erwerb geeigneter Unternehmen, deren Weiterentwicklung und den Verkauf. Mehr Zeit zu investieren ist ein Nachteil, wenn die Rendite darunter leidet. Einige Portfoliostrategien funktionieren aber nur mit einem längeren Atem – z. B. gut gemachte Buy & Build-Konzepte.

 

 

 

Wie setzt VR Equitypartner Plattformstrategien ein? Vier Fragen an Geschäftsführer Christian Futterlieb

 

Sind Plattformstrategien ein Erfolgsrezept?

Dieses Konzept ist eine Option für die erfolgreiche Arbeit an ausgewählten Mittelstandsbeteiligungen, aber kein Patentrezept. Es gibt Situationen, in denen Einzelinvestments unbedingt Einzelinvestments bleiben sollten. Wir nutzen Plattformstrategien, weil sie mit dem gezielten Zukauf passender Add-ons einen Entwicklungspfad eröffnen, der für das Beteiligungsunternehmen allein deutlich schwieriger und nur mit viel mehr Zeit umzusetzen wäre. Im europäischen Mittelstand sind die Voraussetzungen dafür gut, da viele Branchen sehr kleinteilig strukturiert sind und langfristig wachsen.

Was braucht man für den Erfolg?

Know-how, Kapazität, Geduld und vor allem Marktzugang! VR Equitypartner hat ein leistungsfähiges Netzwerk aus Unternehmern, Beratern, Industrieexperten und den Volksund Raiffeisenbanken aufgebaut, um den relevanten Markt strukturiert zu bearbeiten. Im Normalfall sehen wir pro Jahr rund 500 qualifi zierte Investitionsmöglichkeiten. Das führt zu einem tiefen Einblick in Unternehmen und Märkte, den wir intensiv nutzen. Eine wichtige Rolle bei der Einschätzung von Targets, Vorbereitung von Transaktionen und Betreuung unserer Engagements spielt unser Beirat – er besteht aus aktiven und ehemaligen Managern mit internationaler Erfahrung aus verschiedenen mittelständischen Branchen.

Welche Branchen finden Sie attraktiv?

Wir schauen uns seit einiger Zeit z. B. den Sektor Vernetzte Kommunikationslösungen an, dort sind wir an der Ostertag Solutions AG beteiligt. Hier wurde bereits ein Zukauf realisiert, weitere werden geprüft. Eine gute Perspektive bieten auch Mess- und Regeltechnik oder Kältetechnik – in diesen Branchen sind wir ebenfalls präsent: In der Messtechnik gibt es eine Beteiligung an der GHM Group, dort haben wir schon zwei Add-ons in Italien abgeschlossen.

Wie sieht die Umsetzung der Strategie aus?

Schritt eins ist ein gesundes und strukturell geeignetes „Plattformunternehmen“ mit einem Management, das durch Akquisitionen wachsen will und kann. Dann kommt es darauf an, ob das Wachstum aus mehr Fertigungstiefe, höherem Volumen oder einem breiteren Angebot entstehen soll, dazu müssen passende Bausteine und Integrationsmaßnahmen gefunden werden. Zum Ausbau der Plattform können auch kleinere Zielunternehmen geeignet sein. Add-ons müssen noch nicht einmal Unternehmen sein, man kann auch Kundenbeziehungen oder andere Teile des Geschäfts übernehmen. Für eine sorgfältige Umsetzung dieser Schritte haben wir genug Zeit – wir investieren ja nicht aus einem Fonds mit „Ablaufdatum“, sondern Kapital unserer Muttergesellschaft, der DZ BANK. Die Vorteile: Wir können jederzeit investieren, wenn es interessante Targets gibt, und können länger als in der Beteiligungsbranche üblich bei einem Unternehmen engagiert bleiben, wenn es sinnvoll erscheint.

Ein Erfolgsbeispiel aus dem Portfolio der VR Equitypartner GmbH:

Fallstudie zur GHM Group

 

 

 

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