INTERVIEW

Reibungslose Nachfolgeregelung

Facts sprach mit Armin Dittrich vom Kunststoffspritzgussspezialisten Dittrich + Co („DICO“) über aktuelle Herausforderungen, Wachstumsvorhaben und Nachfolgepläne.

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facts: Herr Dittrich – diese Zeiten sind für viele Unternehmen gerade sehr fordernd. Was sind für Ihr Unternehmen die größten Herausforderungen aktuell?

DITTRICH: Momentan ist unsere größte Herausforderung, lieferfähig zu bleiben. Material- und Zubehörlieferzeiten von bis zu 28 Wochen sind keine Seltenheit, und hier gilt auch der Ausspruch von Michael Gorbatschow: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Außerdem machen uns die sehr hohen Energiekosten in Europa das Leben schwer. Und schließlich treibt uns auch der Fachkräftemangel um. Ohne die passenden Mitarbeiter können wir nicht wachsen. Dass die Generation der 20- bis 35-Jährigen ihre Work-Life- Balance mehr und mehr in den Vordergrund stellt, macht es uns nicht einfacher.

facts: Oha, das klingt nach einigen Schwierigkeiten. Läuft es also gerade nicht gut für DICO?

DITTRICH: Ganz im Gegenteil. Aber Sie haben ja nach den Herausforderungen gefragt. Zum Glück haben wir uns schon früh von einzelnen Branchen und Kunden unabhängig gemacht. So gab es zwar 2020 Verschiebungen in einzelnen Branchen, aber wir haben unsere Planzahlen aus der Vor-Corona-Zeit im vergangenen Jahr übererfüllt. Auch für 2021 sind die Aussichten sehr gut. Im Mai haben wir eine weitere 500-Tonnen-Spritzgießmaschine in Betrieb genommen. Die nächste Maschine kommt im Oktober, und wenn es nach Plan geht, wird heuer noch eine weitere Maschine bestellt.

facts: Also trifft sie Corona gar nicht?

DITTRICH: Doch, die aktuelle Corona-Situation und die damit verbundenen starken Einschränkungen bei den Reisemöglichkeiten und persönlichen Kontakten erschweren die Gewinnung und vor allem die schnelle Realisierung von Projekten.

facts: Wo liegt denn in den kommenden Jahren das größte Wachstumspotenzial?

Wir liefern in ganz unterschiedliche Branchen, seit vergangenem Jahr auch für den Bereich „Powertools“. Das sind Gehäuseteile und technische Komponenten für professionelles Bau- und Gartenwerkzeug. Hier, bei Möbeln und im Medizinbereich sehen wir unsere Wachstumschancen. Außerdem erwarten wir uns Impulse vom wichtigen Thema Nachhaltigkeit: In bestimmten Branchen ist die Auftragsvergabe bereits von der Recyclingquote im Material abhängig. Recyclingmaterial lässt sich nicht überall einsetzen. Aber wir befassen uns mit dem Thema schon lange und verwenden bereits mehr als ein Drittel Rohstoffe aus dem Sekundärkreislauf.

facts: Wird dieses Wachstum eher von Neu- oder von Bestandskunden kommen?

DITTRICH: Das Wachstum möchten wir vor allem durch den Ausbau von bestehenden Kunden erreichen. Wir können uns allerdings auch sehr gut vorstellen, zusätzlich anorganisch zu wachsen. Für einen Zukauf sind für uns vor allem Firmen interessant, deren Angebotsportfolio etwas von unserem abweicht. Durch die Integration diver-ser Bereiche können wir insgesamt die Wirtschaftlichkeit verbessern und die Wertschöpfungskette vergrößern.

facts: Sie wollen also Geld in die Hand nehmen. Darum auch der Einstieg von VR Equitypartner?

DITTRICH: Von unserem neuen Minderheitsgesellschafter erhoffen wir uns M&A-Expertise und gute Kontakte zu potenziellen Beteiligungen. Das Konzept von VREP, uns das Tagesgeschäft zu überlassen, aber zugleich als Sparringspartner zur Seite zu stehen, hat uns überzeugt. Das passt zu uns. Aber den Ausschlag hat dann die „Chemie“ gegeben. Als die beiden Herren von VREP unseren Besprechungsraum zum ersten Mal betraten, war gleich mein Eindruck: Wir könnten gut zueinander passen. Und dieser Eindruck wurde in allen Besprechungen und Prozessen bis heute, nicht nur von mir, bestätigt.

facts: Mit dem Einstieg von VREP wurden Geschäftsführung und Gesellschafterkreis um Herrn März erweitert. Ist das die Vorbereitung Ihrer Nachfolge?

DITTRICH: Es war meinem Kompagnon und mir ganz wichtig, die von unseren Eltern geerbte Firma gut in die nächste Generation zu bringen. Ohne die Schwierigkeiten, die ich zu meistern hatte, dafür mit besten Perspektiven und finanziell auf gesunden Füßen. Unsere Kinder haben andere Berufswege eingeschlagen; Manfred März ist seit rund 25 Jahren bei DICO tätig, schon lange Prokurist. Er ist bei uns intern und bei unseren Kunden geschätzt. Darum soll er unser Nachfolger werden und DICO und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier eine gute Perspektive sichern.

PRESSEKONTAKT

Kerstin Murmann

 

+49 69 710 476 152

 

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Vom Hauptbahnhof Münster/mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

 

Mit dem Taxi benötigen Sie etwa 10 Minuten.

 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es vom Hauptbahnhof mehrere Buslinien. Sie nehmen entweder die Buslinie 7 Richtung Kriegerweg, die Linie 15 Richtung Albachten oder die Linie 16 Richtung Mecklenbeck. Die Ziel-Bushaltestelle heißt in jedem Fall „DZ HYP/IHK“. Von hier überqueren Sie die Weseler Straße und finden schräg gegenüber den Sentmaringer Weg. Gleich im zweiten Haus auf der linken Seite (Hausnummer 21) finden Sie die VR Equitypartner GmbH.

 

Mit dem Auto:

 

Von der A1 und A43 kommend, fahren Sie am Autobahnkreuz Münster-Süd auf der B51 und später auf der B219 (Weseler Straße) Richtung Münster-Innenstadt. Nach der zweiten großen Kreuzung biegen Sie nach knapp 400 m rechts in den Sentmaringer Weg. Die VR Equitypartner GmbH finden Sie auf der linken Seite.

Frankfurt

VR Equitypartner GmbH
Platz der Republik
60265 Frankfurt am Main

 

Eingang:
Cityhaus I
Platz der Republik 6
Eingang über Friedrich-Ebert-Anlage

 

Vom Flughafen Frankfurt:

Auf der A5 in Richtung Frankfurt bis zum Westkreuz Frankfurt fahren. Folgen Sie der Ausschilderung Richtung Frankfurter Westkreuz und Messe. Von da aus fahren Sie in die Friedrich-Ebert-Anlage und folgen dann den Pfeilen auf der Karte.

Parkmöglichkeiten finden Sie im öffentlichen Parkhaus „Westend“ in der Savignystraße. Gern reservieren wir Ihnen auf Anfrage einen unserer Besucherparkplätze im Cityhaus I.

Die Zufahrt befindet sich in der Erlenstraße.

 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit den S-Bahn Linien S8 oder S9 (Richtung Frankfurt Hbf., Offenbach oder Hanau) kommen Sie direkt zum Hauptbahnhof. U-Bahnlinien U4 oder U5 – Station Frankfurt (Main) Hbf.

Für den Fußweg vom Hauptbahnhof zur VR Equitypartner benötigen Sie circa 5 Minuten.

Straßenbahnlinien 11, 16, 17, 21 – Haltestelle Platz der Republik.

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Vita

  • Geschäftsführer der VR Equitypartner GmbH
  • Zuständig für Risiko-/ Portfoliomanagement, Operations, Rechnungswesen, Controlling, Personal, Recht, Datenschutz, Revision, IT und Operations.
  • Bis zur Fusion war er seit 2010 Geschäftsführer von DZ Equity Partner
  • Zuvor:  Bei der DZ BANK im Bereich Kredit verantwortlich für das Produktfeld Strukturierte Finanzierungen mit dem Schwerpunkt Akquisitionsfinanzierung
  • Banklehre, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau und der Aston University Birmingham 

Vita

  • Geschäftsführer der VR Equitypartner GmbH
  • Zuständig für die Akquisition und Weiterentwicklung von Direktbeteiligungen und Mezzaninefinanzierungen.
  • Einstieg bei DZ Equity Partner als Investmentmanager 2006
  • Ab 2008 Mitglied der Geschäftsleitung und ab 2013 Generalbevollmächtigter
  • Zuvor: Tätig als Prokurist und Wirtschaftsprüfer in der Transaktionsberatung für PricewaterhouseCoopers
  • Diplomkaufmann, Studium an der Universität Mannheim